Der weit gereiste Prediger Cotton Marcus wird von Schuldgefühlen geplagt. Seine Teufelsaustreibungen sind reine Illusion, doch seine bibeltreuen Anhänger glauben an ihn und zahlen gut für seine Arbeit. Bei einem letzten Exorzismus will er den Schwindel durch ein Fernsehteam aufdecken lassen. Die Mission führt sie in den Süden der USA, wo die Farmerstochter Nell vom Teufel besessen zu sein scheint. Die Show beginnt, doch nicht wie Marcus geplant hatte. Eine dunkle Macht offenbart sich Marcus und ihm muss schnell etwas einfallen, um Nell, sein Team und sich selbst vor diesem Dämon zu retten.
Wer Aufgrund des Trailers einen weiteren Film im Stile des Exorzisten erwartet sei gleich gewarnt. Dieser ist nämlich in dieser Hinsicht irreführend. Mit tatsächlichen Dämonen hat der Film sehr wenig zu tun. Viel mehr sei aber nicht verraten um die Spannung nicht zu nehmen. “The last exorcism” ist mehr oder weniger originell im Stil einer Dokumentation gedreht und so folgt man dem Reverend aus der Sicht des Kameramanns durch den Film. Entgegen erster Befürchtungen fand den Film auch über die ganzen knapp 90 Minuten sehr unterhaltsam. Hierzu trägt auch Patrick Fabian als Pastor einen guten Teil bei, der dem Prediger eine sympathisch lockere Art gibt, der einem mit seiner Art aber auch alles verkaufen könnte. Gerade zum Ende hin wird der Film aber auch packend da nie wirklich klar wird, ob die gute Nell nun tatsächlich besessen ist oder doch einfach “nur” krank.
Als einzigen Kritikpunkt kann man aber sicher das (tatsächliche) Ende nennen das nicht mehr so richtig zum Rest des Filmes passte. Hier hätte man gut daran getan, nach dem ersten Abblenden schon Schluss zu machen und nicht sosehr in typische Klischees des Genres verfallen sollen.
Fazit: Unterhaltsamer, launiger aber auch packender Horror-Thriller, der meiner Meinung nach zu Unrecht von vielen kritisiert wird, wobei der Trailer sicherlich einiges dazu beiträgt.
Wertung: 8/10




