[US-TV 11/12] – Neue Staffeln (1)

Alles neu macht der Herbst… oder so ähnlich. Nach der üblichen Wartezeit hat vor einigen Tagen im US-Fernsehen wieder die aktuelle TV-Saison begonnen und wie im jeden Jahr, bleibt eine breite Auswahl an neuen und alten TV-Serien.
Neben dem Verlust von „Friday Night Lights”, eine meiner Lieblingsserien der letzten Jahre, bleibt die noch lange Wartezeit auf die zweite „Game of Thrones” Staffel. Auf der Habenseite stehen die neuen Staffeln von ”Boardwalk Empire”, „Castle”, „Fringe”, „Greys Anatomy”, „How I Met your mother”, „NCIS” und „The big bang theory” sowie die Wackelkandidaten „Bones” und „Glee”. Gerade bei den letzteren beiden hoffe ich auf Besserung, war doch die vorherige ”Bones”-Staffel eher durchschnittlich und besonders das Finale enttäuschend. Die Folgen der zweiten „Glee” Staffel gehörte für mich daneben zu den qualitativ unbeständigsten und boten neben dem Licht sehr viel Schatten.
Ich will versuchen einen kurzen Überblick über alte und neue Serien zu geben. Den Anfang machen mit “Two and a half men”, “Glee” und “How I met your mother” drei zurückkehrende Comedy-Serien bzw. Sitcoms

TaahM 901Starten wir mit den diesjährigen zurückkehrenden Serien, bei denen besonders der Sitcom-Bereich eher ausgedünnt ist. Den aufseheneregensten Start legte sicherlich Two and a half men hin, bei dem die Macher Charlie Sheen nach all seinen Eskapaden den Laufpass gaben um postwendend Ashton Kutcher als seinen Ersatz zu verpflichten. Bezahlt machte sich all das Aufsehen zu Start allemal, verfolgten doch fast 28 Millionen Zuschauer die erste Folge ohne Charlie Harper. Richtig geglückt würde ich den Start aber nicht bezeichnen. Der Abschied von Charlie zu Beginn, inklusive zahlreicher weiblicher Besucher seines Hauses, war sicher nett gemeint, wirkte aber eher bemüht. Die anderen bekannten Hauptcharaktere waren zwar anwesend, spielten aber keine Rolle. Der Focus lag auf Alan und Walden, ohne das aber der Funke wirklich überspringen konnte. Hier ist noch eindeutig Lust nach oben.

Himym 701Die ist auf jeden Fall auch bei How I met your mother das nahtlos mit der Geschichte an das Staffelende anknüpfte und sich in den ersten beiden Folgen vom Niveau auch ansonsten an dem der letzten Staffel orientierte. Barneys Gags wollten nicht so wirklich zünden und auch der Rest der Gruppe konnte sich nicht sonderlich auszeichnen. Ted war eher anstrengend, konnte das Ganze am Ende aber herausreißen. In der zweiten Folge war aber schon eine Steigerung erkennbar, was für die restlichen Folgen hoffen lässt. Irgendwie wünsche ich mir aber doch so langsam den Abschluss der Serie. Die Ermüdungserscheinungen sind doch erkennbar.

Glee 301Leichte Ermüdungserscheinungen war auch im letzten Jahr das passende Stichwort für die zweite Glee Staffel. Unter diesem Gesichtspunkt kann der Auftakt zur dritten Staffel als relativ gelungen betrachtet werden. Gefühlt wirkte die erste Folge sehr routiniert abgespielt und ließ eine wirkliche Begeisterung etwas vermissen. Die Lieder waren OK, innerhalb des Glee-Clubs gibt ein paar personelle Veränderungen, gleichzeitig ist aber irgendwie alles beim Alten. Bei keiner anderen Serie habe ich inzwischen so das Gefühl, außerhalb der Zielgruppe zu liegen und zum jetzigen Zeitpunkt bleibt stärkt zu bezweifeln, dass ich das Ende der Staffel erleben werde.

flattr this!

Posted in Film & Fernsehen | Tagged , , , , | Leave a comment

Moin Moin – Hamburgs zweiter Apple Store

Apple Fans und Fanboys sind ja irgendwie doch etwas bei ihren Mitmenschen verschrien. Alles was die Firma auf den Markt bringt will für toll befunden, man himmelt den Chef der Firma an als wäre er ein Heiliger und wenn ein i-irgendwas veröffentlicht wird, übernachtet man auch mal gerne vor dem örtlichen (offiziellen) Ladenlokal.

Von diesen gibt es in Deutschland seit dem heutigen Tag sieben, davon gleich zwei in Hamburg. Um Punkt 10 Uhr eröffnete am Jungfernstieg der zweite Apple Store in der Hansestadt, der aktuell auch gleichzeitig der größte in Deutschland ist und auf zwei Ebenen so ziemlich alles bietet, was man als Mac oder iOS-Nutzer so benötigt.

Schon nach Mitternacht trafen die ersten vor dem Laden direkt an der Alster ein, dank eines unruhigen Schlafes begab sich yours truly gegen 7 Uhr in die Schlange und befand sich unter den ersten 100 Personen, die den Store betreten durften. Die drei Stunden vergingen angenehm schnell, an Gesprächsthemen mit den umherstehenden Wartenden mangelte es auf jeden Fall nicht. Unterhaltsam war auch kurzeitig gespielte iPhone-Quartett, heutzutage vergleicht man nicht mehr Baujahr und Pferdestärke sondern wer die meiste Musik, Apps und Fotos auf dem Telefon hat :)
Neben dem traditionellen Abklatschen und Anfeuern vor Beginn der Öffnung gab es zudem für die ersten auch noch ein kleines Souvenir. Wie schon bei der Eröffnung des Apple Stores im Alstertal bekamen auch hier die ersten 3000 Besucher ein T-Shirt geschenkt. Der ein oder andere nutzte den Besuch auch gleich für den einen oder anderen kleinen Einkauf *Hust* *Macbook Air* *Hust*

Für Freunde stehender Bilder gibt es ein paar Fotos auf Flickr. Wer es lieber bewegt mag, kann sich an dem nachfolgenden Video “ergötzen”. Ich habe schon länger nach einer Gelegenheit gesucht mal die Trailer-Funktion von iMovie zu testen…

[video mp4="http://www.dawnoftheweb.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/09/Apple-Store-640x360.m4v" width="640" height="360"]

flattr this!

Posted in Apple | Tagged , , , | Leave a comment

[FFF 2011] Mein Fazit für 2011

Es ist immer wieder erstaunlich, da hat man sich gefühlt gerade erst den Eröffnungsfilm angesehen und schon ist wieder eine Woche vorbei und das Fantasy Filmfest zu Ende.

Alles in Allem kann man das Festival auch in diesem Jahr wieder als gelungen bezeichnen. Für ein Jubiläumsjahr hat aber irgendwie das gewisse Etwas gefehlt. Gut waren fast alle Filme die ich gesehen habe, der absolute Hit war aber auch nicht in diesem Jahr dabei. Vielleicht sind es aber auch die zu hohen Ansprüche, die ich etwas anpassen müsste. Zugute halten muss man den Organisatoren schließlich auch, dass sie nur zeigen können, was auch gedreht wurde. Zur Zeit gibt der Filmmarkt wohl einfach nicht mehr her

Zusammengefasst sah mein Fantasy Filmfest dieses Jahr in etwa so aus:

  • 5 Tage
  • 13 Titel
  • 1273 Minuten
  • 120.- €
  • 2 Regisseure
  • 3 Kinosäle (2x Saal 4, 5x Saal 3, 6x Saal 1)
  • Trailer: 9x “Thor”, 8x “The Guard”
  • Bester Film: “Super” 10/10
  • Schlechtester Film: “Perfect Sense” 3/10
  • Durchschnitt: 7,2/10
  • 6l Club Mate
  • 3l Afri Cola
  • 4 Cheeseburger
  • 4 Ritter Sport Traube Nuss

Jetzt heißt es wieder ein Jahr lang warten. Auch für das nächste Jahr bleibt die Dauerkarte wieder ein festes Vorhaben. Mal sehen ob ich es auch dieses Mal in die Tat umsetze. Zum Schluss bleibt nur wie immer ein Dankeschön an die Organisatoren und an die Mitarbeiter/innen des Hamburger CinemaxX fürs immer schnelle Aufräumen der Säle, das Bändigen der Meute beim Einlass und überhaupt das sie uns Nerds wieder für eine Woche ertragen haben.

flattr this!

Posted in Fantasy Filmfest | Tagged , | Leave a comment

[FFF 2011] Red State

Red state sheet

Eine Gruppe von Jugendlichen im mittleren Westen der Vereinigten Staaten kann es kaum mehr erwarten, dass erste Mal Sex mit einer Frau zu haben. Fündig werden sie auf einer Internetseite, die sie zu einer Frau in einem Dorf ganz in ihrer Nähe führt. Zu spät merken sie, dass das ganze nur ein Lockmittel einer Gruppe christlicher Fundamentalisten war.

Bleibt noch ein Nachtrag zu Sonntag. Der, nach eigenen Aussagen, vorletzte Film von Regisseur Kevin Smith lässt einen teilweise etwas ratlos zurück. Auf der einen Seite steht die klare Haltung gegenüber jeglichem Fundamentalismus, wobei auch die im Film spielende Staatsmacht nicht schadlos davonkommt. Erzählerisch birgt der Film aber das ein oder andere Fragezeichen. Zu häufig werden Erzählsprünge gefühlt mittendrin abgebrochen, als hätte Smith einfach keine Lust gehabt weiterzuerzählen. Zu sehr merkt man dem Film sein Bemühen an, sich vom üblichen Hollywood Einheitsbrei abzugrenzen.

Abseits dessen bekommt man aber ein gelungenes filmisches Werk geboten. Gerade das anwesende Ensemble gibt das Möglichste dafür. Michael Parks gibt sehr überzeugend den Pastor. So schafft er es sehr gut darzustellen, wie er durch geschickte Wortwahl und Verdrehen der Tatsachen seine “Schäfchen” manipuliert. Daneben glänzt auch John Goodman als Agent, der sich an der Umsetzung der Befehle erfreuen darf, die sich seine Vorgesetzten ausgedacht haben.

Letztendlich bleibt ein durchaus unterhaltsamer Film, der durchaus auch eine gewisse Härte vorweist. Ist er sich doch nicht zu Schade, die Gewaltexzesse auch entsprechend zu bebildern. Ein Fragezeichen bleibt nur hinsichtlich dessen, was die Aussage des Film sein soll. Mehr als “ihr seit doch alle irgendwie doof” bleibt erst einmal nicht übrig

Wertung: 7/10

Red State
USA, 2011, 88 Min.
Regie: Kevin Smith Buch: Kevin Smith Musik: ?
Darsteller: Michael Parks, Melissa Leo, John Goodman

flattr this!

Posted in Fantasy Filmfest | Tagged , , | Leave a comment

[FFF 2011] Attack the block

Attack the block sheet

Eine Jugendliche Gang aus der Süd-Londoner Vorstadt hat plötzlich ganz besondere Probleme. Eben noch überfallen sie gerade eine junge Frau als plötzlich aus dem Nichts heraus ein Alien aus dem Himmel neben ihnen einschlägt. Das merkwürdige Wesen ist schnell beseitigt, es ist allerdings nicht der einzige unwillkommene Besuch aus dem All, der dem Block der Jungs einen Besuch abstattet.

Man könnte es als böse Vorahnung betrachten, aber Jugendgangs scheinen auch im Filmbereich ein beliebtes Thema im Vereinten Königreich zu sein. Befasste sich im letzten Jahr schon der ernsthafte “Harry Brown” mit dem Thema gewalttätige Jugendgangs in den sozialen Brennpunkten, schließt sich “Attack the block” dem ganzen in diesem Jahr an. Im Gegensatz zum erstgenannten Film aber nicht sehr bitterernst.

Auch wenn das Thema leider ein aktuelles ist, “Attack the block” ist einfach gute actionreiche Unterhaltung. Verglichen mit thematisch ähnlichen Werken aus den Vereinigten Staaten, zeigt sich aber auch wieder hier, dass die Britten im Zweifel besser erzählen können. Heruntergebrochen ist die Handlung nicht mehr als der Kampf einer Gruppe Jugendliche gegen eine Handvoll Aliens welcher nach dem gewohnten Prinzip der “zehn kleinen Negerlein” funktioniert. Besonders ist das Setting das zum größten Teil ein typisches Hochhaus in einem Londoner Vorort ist

Auch wenn es gewöhnlich ist, schaffen es die Macher das Ganze auf sehr kurzweilige Art zu erzählen. Gespickt mit zahlreichen netten Onelinern. Gelungen ist hierbei, wie der Film gelungen mit den zahlreichen Klischees im Bezug auf Jugendgangs umgeht. Diese dürften nämlich so ziemlich alle anschaulich gezeigt werden, ohne sich allerdings über sie lustig zu machen oder Gangs per se ins Lächerliche zu ziehen. Auch nimmt er sich die Zeit, einen kurzen Einblick in das Leben der Jungs zu geben ohne es allerdings zu Überstrapazieren. “Attack the Block” guckt man nicht wegen der tiefgründigen Charaktere. Zum Thema Charaktere: Zwar nur in einer Nebenrolle vertreten, hat mich doch Nick Frost mal wieder besonders begeistert.

Nach dem eher schwächeren Eröffnungsfilm, bietet “Attack the block” einen unterhaltsamen und gelungenen Abschluss. Sicher nicht innovativ, dafür aber mit diversen netten Details

Wertung: 8/10

Attack the Block
UK, 2011, 88 Min.
Regie: Joe Cornish Buch: Joe Cornish Musik: Steven Price
Darsteller: Nick Frost, Jodie Whittaker, Luke Treadaway

flattr this!

Posted in Fantasy Filmfest | Tagged , , | Leave a comment