Alles neu macht der Herbst… oder so ähnlich. Nach der üblichen Wartezeit hat vor einigen Tagen im US-Fernsehen wieder die aktuelle TV-Saison begonnen und wie im jeden Jahr, bleibt eine breite Auswahl an neuen und alten TV-Serien.
Neben dem Verlust von „Friday Night Lights”, eine meiner Lieblingsserien der letzten Jahre, bleibt die noch lange Wartezeit auf die zweite „Game of Thrones” Staffel. Auf der Habenseite stehen die neuen Staffeln von ”Boardwalk Empire”, „Castle”, „Fringe”, „Greys Anatomy”, „How I Met your mother”, „NCIS” und „The big bang theory” sowie die Wackelkandidaten „Bones” und „Glee”. Gerade bei den letzteren beiden hoffe ich auf Besserung, war doch die vorherige ”Bones”-Staffel eher durchschnittlich und besonders das Finale enttäuschend. Die Folgen der zweiten „Glee” Staffel gehörte für mich daneben zu den qualitativ unbeständigsten und boten neben dem Licht sehr viel Schatten.
Ich will versuchen einen kurzen Überblick über alte und neue Serien zu geben. Den Anfang machen mit “Two and a half men”, “Glee” und “How I met your mother” drei zurückkehrende Comedy-Serien bzw. Sitcoms
Starten wir mit den diesjährigen zurückkehrenden Serien, bei denen besonders der Sitcom-Bereich eher ausgedünnt ist. Den aufseheneregensten Start legte sicherlich Two and a half men hin, bei dem die Macher Charlie Sheen nach all seinen Eskapaden den Laufpass gaben um postwendend Ashton Kutcher als seinen Ersatz zu verpflichten. Bezahlt machte sich all das Aufsehen zu Start allemal, verfolgten doch fast 28 Millionen Zuschauer die erste Folge ohne Charlie Harper. Richtig geglückt würde ich den Start aber nicht bezeichnen. Der Abschied von Charlie zu Beginn, inklusive zahlreicher weiblicher Besucher seines Hauses, war sicher nett gemeint, wirkte aber eher bemüht. Die anderen bekannten Hauptcharaktere waren zwar anwesend, spielten aber keine Rolle. Der Focus lag auf Alan und Walden, ohne das aber der Funke wirklich überspringen konnte. Hier ist noch eindeutig Lust nach oben.
Die ist auf jeden Fall auch bei How I met your mother das nahtlos mit der Geschichte an das Staffelende anknüpfte und sich in den ersten beiden Folgen vom Niveau auch ansonsten an dem der letzten Staffel orientierte. Barneys Gags wollten nicht so wirklich zünden und auch der Rest der Gruppe konnte sich nicht sonderlich auszeichnen. Ted war eher anstrengend, konnte das Ganze am Ende aber herausreißen. In der zweiten Folge war aber schon eine Steigerung erkennbar, was für die restlichen Folgen hoffen lässt. Irgendwie wünsche ich mir aber doch so langsam den Abschluss der Serie. Die Ermüdungserscheinungen sind doch erkennbar.
Leichte Ermüdungserscheinungen war auch im letzten Jahr das passende Stichwort für die zweite Glee Staffel. Unter diesem Gesichtspunkt kann der Auftakt zur dritten Staffel als relativ gelungen betrachtet werden. Gefühlt wirkte die erste Folge sehr routiniert abgespielt und ließ eine wirkliche Begeisterung etwas vermissen. Die Lieder waren OK, innerhalb des Glee-Clubs gibt ein paar personelle Veränderungen, gleichzeitig ist aber irgendwie alles beim Alten. Bei keiner anderen Serie habe ich inzwischen so das Gefühl, außerhalb der Zielgruppe zu liegen und zum jetzigen Zeitpunkt bleibt stärkt zu bezweifeln, dass ich das Ende der Staffel erleben werde.






