[FFF 2011] 22nd of May

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Sam ist Mitarbeiter des Wachdienstes in einem Einkaufszentrum und verbringt dort seinen normalen Arbeitstag, als aus dem Nichts heraus ein Selbstmordattentäter eine Bombe zündet. Er rettet zahlreiche Opfer es Anschlags, flieht letztendlich aber auch selbst und versucht mit seinem Versagen zurechtzukommen.

Hier hätten wir als den Film des diesjährigen Fantasy Filmfestes, der sicherlich den künstlichsten Anspruch haben dürfte und dem Arthaus-Genre am nächsten kommt. Im Großen und Ganzen durchaus gelungen, hat der Film doch die ein oder andere Leichte Länge. Mehr als die vorhandenen 88 Minuten hätte der Film auch nicht gehen dürfen.

Diese Zeit nimmt sich der Film aber auch um sich in aller Ruhe mit Sam und seinen Schuldgefühlen zu befassen. Dies geht soweit, dass er versucht den Attentäter in Gedanken am Bombenanschlag zu hindern und die Gründe für seine Tat zu verstehen. Am Ende steht aber letztendlich die Erkenntnis, dass er doch nicht hätte ändern können.

“22nd of May” ist ein Film, der durchaus einiges an Aufmerksamkeit abverlangt. Ist es doch manchmal gar nicht so einfach dem Erzählstrang zu folgen, der gerne auch mal spontan in Person oder Zeit springt. Bildlich zweigt sich das Ganze in gelungenen beigen Farbtönen. Hinzu kommt auch ein Soundtrack, der sehr minimalistisch aber dennoch wirksam die Geschehnisse unterlegt. Besonders hervorzuheben sind vor allem nochmal die letzten zehn Minuten, die photografisch einfach als gelungen zu bezeichnen sind

Wertung: 7/10

22nd of May
OT: 22 Mei
B, 2010, 88 Min.
Regie: Koen Mortier Buch: Koen Mortier Musik: Mike Gallagher
Darsteller: Sam Louwyck, François Beukelaers, Wim Willaert

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Steve Jobs tritt als CEO zurück

Wir unterbrechen unser Programm für diese Sondermeldung. Wie Apple gerade bekannt gab, ist Steve Jobs heute als CEO von Apple zurückgetreten. Jobs Vorschlag nach soll Tim Cook sein Nachfolger werden. Dem hat der Aufsichtsrat bereits zugestimmt.
Bleibt nur zu hoffen, dass sein gesundheitlicher Zustand eine nicht zu große Rolle gespielt hat. Es bleibt vorerst nur, ihm alles Gute zu wünschen. Eine Ära geht zu Ende…

To the Apple Board of Directors and the Apple Community:

I have always said if there ever came a day when I could no longer meet my duties and expectations as Apple’s CEO, I would be the first to let you know. Unfortunately, that day has come.

I hereby resign as CEO of Apple. I would like to serve, if the Board sees fit, as Chairman of the Board, director and Apple employee.

As far as my successor goes, I strongly recommend that we execute our succession plan and name Tim Cook as CEO of Apple.

I believe Apple’s brightest and most innovative days are ahead of it. And I look forward to watching and contributing to its success in a new role.

I have made some of the best friends of my life at Apple, and I thank you all for the many years of being able to work alongside you.

Steve

via:Apple PR

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[FFF 2011] Hesher

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Die Kindheit des 13-jährigen T.J. kann nicht unbedingt als glücklich bezeichnet werden. Nicht nur, dass seine Mutter tragisch bei einem Autounfall ums Leben kam, in der Schule wird er vom Jungen des Autohändlers terrorisiert. Mit Freunden ist er auch nicht gesegnet und als wäre das nicht genug, droht sein Vater an seiner Trauer zu Grunde zu gehen. Wie aus dem Nichts tritt plötzlich der total chaotische Hesher in sein Leben um es gehörig durcheinander zu bringen.

“Hesher” ist ein schräger Film über den Umgang mit Trauer und Verlust, der diese ernsten Töne aber geschickt verpackt. Neben der toll erzählten Geschichte tragen vor allem die Darsteller einen großen Teil zu diesem Gelingen bei. Gorden-Levitt ist schon seit langer Zeit einer meine Lieblingsschauspieler und beweist auch hier wieder seine Vielseitigkeit als jemand, der alles und jeden hasst und dem auch so ziemlich alles egal ist. Gleichzeitig schafft Hesher es aber so auch auf ungewohnte Weise, T.J. und seinem Vater von ihrer Trauer zu befreien. Ungewohnt in so fern, dass das Abbrennen von Fahrzeugen, Vandalismus sowie das “Fuck”-Wort sicher nicht zu den bewährten Therapiemethoden gehören. Devin Brochu gibt hier den gelungenen Gegenpart als T.J., der mit seinem depressiven Vater so ziemlich auf sich alleine gestellt ist und. Ergänzend sei zudem auch noch Natalie Portman erwähnt, die sich ebenso positiv zu den anderen einreiht.

Ungewöhnlich ist durchaus eine passende Bezeichnung für “Hesher”, gelingt es ihm doch sehr gut die Genres Komödie und Drama miteinander zu verbinden. Trotz zahlreicher Flüche und herrlich unpassender Sprüche rutscht der Film jedoch noch in den Klamauk ab und behält das Drama im Zweifel immer im Vordergrund. Hinzu kommt ein gelungener Soundtrack und eine gelungene Schauspielerleistung, die den Film zu einem Highlight machen.

Wertung: 8/10

Hesher
USA, 2010, 106 Min.
Regie: Spencer Susser Buch: Spencer Susser, David Michôd, Brian Charles Frank Musik:Musik: Frank Tetaz
Darsteller: Natalie Portman, Joseph Gordon-Levitt, Rainn Wilson

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[FFF 2011] Cowboys & Aliens

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Ein Fremder (Daniel Craig) wacht ohne Erinnerung an Namen und Herkunft, dafür aber mit einem seltsamen metallenen Armreif in der Wüste auf, nur um in der nächsten Stadt eine unliebsame Begegnung mit den Einwohnern und dem Sheriff zu haben. Die Streitigkeiten verkommen allerdings schnell zur Nebensache, als merkwürdige futuristische Flugobjekte auftauchen und anfangen die Bewohner zu entführen.

Man konnte eigentlich schon vorher sagen, dass “Cowboys & Aliens” der mainstreamigste Film des ganzen Festivals sein wird und sollte, wie sich am gestrigen Sonntag auch herausstellte, absolut recht haben.

Ansich mit einer netten Grundidee, bleibt am Ende nicht mehr als die übliche Hollywood Massenware, die man nach kurzer Zeit vergessen hat. Gleichzeitig hat der Film auch das Problem zu viel zu wollen. Mit den ganzen Storyeinschüben hätte man noch locker einen weiteren Film füllen können. Da ist die unbekannte Schönheit, die mehr über den Fremden weiß als er. Da sind seine alten Ganovenkumpels von denen er nix mehr weiß. Der, von Harrison Ford gespielten, Colonel will sein gestohlenes Gold zurück und Indianer gibt es natürlich auch noch. Hier wäre weniger auch mehr gewesen. Immerhin bleibt festzustellen, dass die Aliens sich gut in das Westernszenario einfügen.

Die Aliens sind auch das passende Beispiel dafür, das Denken während des Films vermieden werden sollte. Da tauchen mitten im 19. Jahrhundert Aliens in ihren metallenen Raumschiffen und mit ihren futuristischen Waffen auf und nicht einer fragt sich mal, was sie eigentlich sind. Die ganze Zeit trägt unser Held seine Armschiene, die sich recht schnell als Waffe herausstellt, mit sich herum um im passenden Moment zu wissen, wie er sie bedienen muss. Diese Liste ließe sich noch lange fortführen…

Auf der schauspielerischen Seite gibt es eigentlich nichts zu beklagen. Daniel Creg macht seine Sache als schweigsamer Cowboy (anfangs) ohne Gedächtnis gut. Er dürfte auch gerne mal in einem richtigen Western spielen. Harrison Ford hat das Pech mit einem nervigen Charakter ’gesegnet’ zu sein, aber über den Rest kann man nicht klagen, ebenso über Kulisse und Effekte

Sicherlich irgendwie unterhaltsam, bietet der Film aus ein paar Aliens vor ungewohnter Kulisse nicht, dass ihn großartig in Erinnerung belassen würde. Ein Film, den man sich mal ansehen kann. Wenn man’s nicht macht, ist es aber auch kein Verlust.

Wertung: 5/10

Cowboys & Aliens
USA, 2011, 118 Min.
Regie: Jon Favreau Buch: Roberto Orci, Alex Kurtzman, Damon Lindelof, Mark Fergus, Hawk Ostby… Musik: Harry Gregson-Williams
Darsteller: Daniel Craig, Harrison Ford, Olivia Wilde…

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[FFF 2011] Super

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Als seine Frau in die Hände eines Drogenhändlers gerät, verwandelt sich ein normaler Kerl in den Crimson Bolt. Einen Superhelden mit den besten Intentionen leider aber einem Mangel an irgendwelche Superkräften.

Gäbe es einen Preis für die Häufigkeit, die ein Film Vergleiche über sich ergehen lassen muss, wir hätten mit diesem Film unseren Gewinner. Im Vorfeld hörte man eigentlich fast nichts anderes als “Der ist doch wie Kick-Ass”, nach der Vorführung in Berlin änderte sich das nur in “Der ist das, was Kick-Ass hätte sein können”. Da ich “Kick-Ass” nie vollständig gesehen habe, spare ich mir aber Vergleiche.

Am Ende lässt sich auf jeden Fall feststellen, dass der Titel dem Film absolut gerecht wird. “Super” ist oberflächlich gesehen ein absolut komischer Film, bietet darunter aber eine durchaus traurige Geschichte. Gleichzeitig wird der Film auch von einem unglaublich starken Cast getragen, hier seien auf jeden Fall ’Crimson Bolt’ Rainn Wilson und Sidekick ’Bolti’ Ellen Page zu erwähnen. Gerade letztere spielt wieder alles und jeden an die Wand.

Herausgekommen ist ein toller Film mit leicht subtiler Kritik an christlichem Fundamentalismus (Hallo Nathan ’Holy Avenger’ Fillion) und den Konsequenzen aus dem zweifelhaften Einschlagen des Weges der Selbstjustiz. Ein Superheld macht halt noch lange keinen Superheldenfilm. Dementsprechend kompromisslos und mit einer gewissen Härte werden auch die Kämpfe gegen das “Verbrechen” dargestellt. “Super” ist definitiv kein Popcornkino. Gerade dadurch lanciert er aber auch zu dem Highlight des Festivals

Nett und kurzweilig war auch noch die anschließende Q&A mit Regisseur James Gunn bei der ich dann auch erfuhr, dass er der Bruder von Sean Gunn – auch bekannt als Kirk aus Gilmore Girls – ist. Für ein Autogramm hat es leider nicht mehr gereicht, da gleich darauf wieder Anstehen für den nächten Film auf der Tagesordnung stand.

Wertung: 10/10

Super
USA, 2010, 96 Min.
Regie: James Gunn Buch: James Gunn Musik: Tyler Bates
Darsteller: Rainn Wilson, Ellen Page, Liv Tyler

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