
Sam ist Mitarbeiter des Wachdienstes in einem Einkaufszentrum und verbringt dort seinen normalen Arbeitstag, als aus dem Nichts heraus ein Selbstmordattentäter eine Bombe zündet. Er rettet zahlreiche Opfer es Anschlags, flieht letztendlich aber auch selbst und versucht mit seinem Versagen zurechtzukommen.
Hier hätten wir als den Film des diesjährigen Fantasy Filmfestes, der sicherlich den künstlichsten Anspruch haben dürfte und dem Arthaus-Genre am nächsten kommt. Im Großen und Ganzen durchaus gelungen, hat der Film doch die ein oder andere Leichte Länge. Mehr als die vorhandenen 88 Minuten hätte der Film auch nicht gehen dürfen.
Diese Zeit nimmt sich der Film aber auch um sich in aller Ruhe mit Sam und seinen Schuldgefühlen zu befassen. Dies geht soweit, dass er versucht den Attentäter in Gedanken am Bombenanschlag zu hindern und die Gründe für seine Tat zu verstehen. Am Ende steht aber letztendlich die Erkenntnis, dass er doch nicht hätte ändern können.
“22nd of May” ist ein Film, der durchaus einiges an Aufmerksamkeit abverlangt. Ist es doch manchmal gar nicht so einfach dem Erzählstrang zu folgen, der gerne auch mal spontan in Person oder Zeit springt. Bildlich zweigt sich das Ganze in gelungenen beigen Farbtönen. Hinzu kommt auch ein Soundtrack, der sehr minimalistisch aber dennoch wirksam die Geschehnisse unterlegt. Besonders hervorzuheben sind vor allem nochmal die letzten zehn Minuten, die photografisch einfach als gelungen zu bezeichnen sind
Wertung: 7/10
22nd of May
OT: 22 Mei
B, 2010, 88 Min.
Regie: Koen Mortier Buch: Koen Mortier Musik: Mike Gallagher
Darsteller: Sam Louwyck, François Beukelaers, Wim Willaert







