
So schnell kann es gehen. Eben war sie noch bei einem gut gelaufenen Internetdate und kurz darauf stellt sich dieser, zum erstaunen von Julia, als perverser Kidnapper heraus. Letztendlich gelingt ihr die Flucht und wer hier das Opfer ist plötzlich nicht mehr so klar…
Eigentlich hatte ich ja den Vorsatz, mir keinen der in 3D vorgeführten Filme anzusehen. Nachdem die Kritiken aus Berlin aber alle einhellig positiv waren, ließ ich mich aber dann doch davon überreden. Bereut habe ich es nicht
“Julia X” ist eine sehr unterhaltsame Mischung aus Thriller und Splatter. Die Story kann getrost ignoriert, dafür die Charaktere durchaus als Highlight bezeichnet werden. Besonders Kevin Sorbo hat hier seinen Glanzauftritt als Kidnapper und Serienmörder, dessen nächstes Opfer im dann überraschend Komplikationen bereitet. Selten gab es einen so selbstsicheren Mörder zu sehen, dem auch die ausweglosesten Situationen nicht von seiner Überheblichkeit und Selbstsicherheit befreien können. Allerdings steht im auch seine, erst alleinige, Gegenspielerin in nichts nach. Bezüglich der 3D-Effekte merkt man dem Film an, dass er in echtem 3D gedreht wurde, fügen sie sich doch gut in den Film ein, machen durchaus etwas her und können als gelungen bezeichnet werden
Julia X kann durchaus als ein Highlight des Festivals bezeichnet werden. Gerade wem im letzten Jahr an “The loved ones” Gefallen gefunden hatte, sei zur Ansicht geraten. Beide Filme haben durchaus eine gewisse Ähnlichkeit. Gerade im Hinblick auf Blut und Brutalität brauch sich der diesjährige Fresh Blood Kandidat nicht vom letztjährigen Splatterspaß verstecken.
Wertung: 8/10
Julia X – 3D
USA, 2011, 92 Min.
Regie: P.J. Pettiette Buch: Matt Cunningham, P.J. Pettiette Musik: Akira Yamaoka
Darsteller: Valerie Azlynn, Kevin Sorbo, Alicia Leigh Willis







